Im Türblatt steckt ein Einsteckschloss — der flache Kasten, aus dem Falle und Riegel herausschauen. Die Falle ist die schräge, gefederte Zunge, die beim Zuziehen von selbst einschnappt; der Riegel ist der gerade Bolzen, den Sie mit dem Schlüssel ausfahren. Dieser Kasten hält in aller Regel so lange wie die Tür selbst.
Der Schließzylinder ist etwas ganz anderes: das kleine, meist beidseitig durchgehende Bauteil mit dem Schlüsselloch, das quer im Kasten sitzt und von einer einzigen langen Schraube an der Türkante gehalten wird. Er trägt die gesamte Schließberechtigung — und nur er wird bei einem „Schlosswechsel” fast immer ausgebaut.
Das ist das teuerste Missverständnis in diesem Gewerk. Wer ein komplettes Schloss bestellen lässt, obwohl ein maßgleicher Zylinder genügt hätte, bezahlt Arbeit an einer Tür, der nichts fehlte. Umgekehrt hilft der schönste neue Zylinder nichts, wenn der Riegel im Kasten selbst hängt — dann ist tatsächlich das Einsteckschloss an der Reihe, und das sagt man Ihnen vorher.
Schließzylinder, Einsteckschloss, Sicherungskarte: diese drei Wörter fallen im ersten Gespräch und entscheiden über den Umfang. Im Glossar steht jedes in einem Satz erklärt.