Für einbruchhemmende Bauteile gibt es eine europäische Norm, DIN EN 1627. Sie ordnet Türen, Fenster und Rollläden in Widerstandsklassen ein, abgekürzt RC für „resistance class”. Je höher die Klasse, desto gröber das Werkzeug, gegen das ein Bauteil im Prüflabor bestehen muss — und desto länger muss es standhalten.
Für Wohnhäuser sind vor allem RC 2 und RC 3 das Thema. RC 2 rechnet mit einfachem Werkzeug: Schraubendreher, Zange, Keil. RC 3 rechnet zusätzlich mit einem Brecheisen. Gemessen wird in beiden Fällen eine Dauer — nicht Unmöglichkeit. Genau darin liegt der Nutzen, denn ein Versuch, der zu lange dauert und zu viel Lärm macht, wird abgebrochen.
Der wichtigste Satz zu den Klassen ist zugleich der unbequemste: Eine Klasse gilt immer für das ganze Bauteil — Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag zusammen, so eingebaut wie geprüft. Ein einzelnes nachgerüstetes Teil bringt Ihre gewachsene Tür deshalb nicht in eine Klasse. Für nachrüstbare Sicherungen gibt es eine eigene Norm, DIN 18104. Wer Ihnen für ein Einzelteil eine Klasse verspricht, verkauft ein Etikett.
Widerstandsklasse, Panzerriegel, Schutzbeschlag und die übrigen Wörter, die in einer Beratung fallen, stehen im Glossar — in derselben Sprache, die auch am Telefon gesprochen wird.