Der historische Stadtkern links der Elbe wurde im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört. Was danach entstand, war fast ausschließlich Gewerbe: Kaufhäuser, Verwaltungsbauten, Hotels. Erst nach der Wende kam am Neumarkt und am Altmarkt die Rekonstruktion dazu — Fassaden, die alt aussehen, hinter denen aber neue Haustechnik sitzt.
Zwei Folgen davon begegnen uns bei fast jedem Anruf aus der Altstadt. Für eine historische Altstadt ist das Tiefgaragennetz untypisch dicht; es ist mit der Neubebauung der vergangenen Jahrzehnte entstanden und liegt unter einem großen Teil der Blöcke. Und die Innere Altstadt hat die höchste Hoteldichte aller Dresdner Stadtteile. Beides bedeutet dasselbe: viele Türen je Haus, viele Menschen mit unterschiedlichen Rechten daran — und selten eine einzelne Partei, die davorsteht.